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Arbeiten im Lungau - wie lange noch?

Der Lungau hat zwar die "rote Laterne" als der Bezirk des Landes Salzburg mit der höchsten Abreitslosigkeit und dem niedrigsten Realeinkommen abgegeben, aber für Andreas Hintendorfer, Chef der AMS-Geschäftsstelle Tamsweg, bleibt genug zu tun, wie er beim Kamingespräch des LC Lungau sagte.

Der Lungau hat zwar die "rote Laterne" als der Bezirk des Landes Salzburg mit der höchsten Arbeitslosigkeit und dem niedrigsten Realeinkommen abgegeben, aber für Andreas Hintendorfer, Chef der AMS-Geschäftsstelle Tamsweg, bleibt genug zu tun, wie er beim Kamingespräch des LC Lungau sagte.

Der Lungau hat zwar die "rote Laterne" als der Bezirk des Landes Salzburg mit der höchsten Arbeitslosigkeit und dem niedrigsten Realeinkommen abgegeben (Pongau und Pinzgau sind seit der Wirtschaftskrise noch schlechter dran), aber Grund zur Beruhigung ist das nicht: Immer noch teilt der Pass Lueg das Land in den reichen, industrialisierten Norden und das eher ländliche Innergebirge, wo, Wald, Wiesen und Touristen das wirtschaftliche Überleben sichern.

Andreas Hintendorfer, Chef der AMS-Geschäftsstelle Tamsweg, bemühte sich beim Lions-Clubabend im Jagglerhof in Ramingstein um Optimismus, musste aber einräumen, dass der Lungau vor großen Herausforderungen im Arbeitsmarkt steht. Das Krankenhaus als größter Arbeitgeber des Bezirks steht vor umwälzenden Veränderungen, die eventuell auch Stellenabbau bedeuten könnte. Und durch die beschlossene Schließung der Struckerkaserne geht ein wichtiger Wirtschaftsfaktor verloren, was vor allem für Handwerksbetriebe, Handel und Gastronomie spürbare Folgen haben wird.

Auf der positiven Seite der Bilanz schlägt zu buche, dass einige einheimische Firmen in den letzten Jahren kräftig aufgestockt haben, so dass der Arbeitsmarkt im Lungau seine langjährige Stabilität bewahren konnte: Von einem alarmierenden Anstieg der Arbeitslosigkeit ist der Bezirk bisher verschont geblieben. Dennoch muss sich der AMS besonderns um +50 und Frauen bemühen, deren Jobaussichten nach wie vor trüb sind.

Dafür ist im Bezirk von Jugendarbeitslosigkeit, wie sie andernorts zu spüren ist, im Lunagu keine Rede: Es stehen dreimal so viele offene Lehrlingsstellen zur Verfügung wie es Bewerber dafür gibt. Allerdings sind solche traditionellen Berufsbilder wie Bäcker oder Schuster langfristig wegen Nachwuchsmangel im Lungau vom Aussterben bedroht.

Hinterndorfer zeichnete beim Kamingespräch mit Präsident Klaus Heitzmann und seinem Vize Tim Cole ein sehr differnziertes Bild und hielt auch nicht mit Kritik an der Politik zurück, die zwar immer neue Anforderungen an den Arbeitsservice stellt, die zur Verfügung stehenden Mittel dagegen ständig kappt: 2017 wird der AMS-Budget abermals um ein volles Fünftel gesenkt.

Wie unter diesen Umständen eine wirkungsvolle Arbeitsmarktpolitik, im Lungau oder sonstwo, gemacht werden soll, ist ihm schleierhaft. Er selbst freut sich, nach Jahren im Raum Zell am See es endlich in den Lungau geschafft zu haben, wo er in einer relativ kleinen Geschäftsstelle einen überschaubaren Wirkungskreis hat und seine Frau die Nähe zu ihrem Heimatland Kärnten genießt.